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Aus den Logbüchern

Südgrönland im Logbuch: Wikingerruinen, heiße Quellen, drei Walarten

20. August 2026 · von Leguan Reisen
Südgrönland im Logbuch: Wikingerruinen, heiße Quellen, drei Walarten

Südgrönland ist die grüne Seite der größten Insel der Welt. Zwischen den Fjorden wachsen Wiesen, es gibt Schafzucht und heiße Quellen — und hier landeten vor über tausend Jahren die ersten Europäer an, fünfhundert Jahre bevor Kolumbus segelte.

Dies ist das Bordlogbuch der MS Plancius vom September 2025, zehn Tage von Narsarsuaq nach Island. Wir haben nichts hinzugefügt und nichts geglättet.

Tag 1 — Brattahlíð: der Hof von Erik dem Roten

Dienstag, 2. September · Narsarsuaq und Qassiarsuk
60°57,6′ N / 045°39,7′ W
Wind E 1 · See ruhig · Nebel · +3 °C

Die Reise beginnt bei Nebel und drei Grad — dem kältesten Wert der ganzen Fahrt, ausgerechnet am Startpunkt. Das Logbuch vermerkt anhaltenden Regen und dass die Einschiffung dank des geschützten kleinen Hafens trotzdem reibungslos verlief. Die Gäste waren, so steht es dort, aus allen Winkeln der Welt angereist.

Noch am selben Tag führt der erste Landgang nach Qassiarsuk — in den isländischen Sagas heißt der Ort Brattahlíð. Hier ließ sich Erik der Rote nieder, nachdem er aus Island verbannt worden war, und von hier brach sein Sohn Leif Eriksson nach Nordamerika auf. Zu sehen sind Grasnarben, Fundamente, Rekonstruktionen. Man steht auf dem Boden, von dem aus Europa den amerikanischen Kontinent erreichte.

Tag 2 — Eine verlassene Siedlung namens Lichtenau

Mittwoch, 3. September · Alluitsoq und Unnartoq
60°52,7′ N / 046°02,6′ W
Wind NW 3 · See leicht bewegt · bedeckt · +4 °C

Ein paar Frühaufsteher stehen an Deck, als die Sonne hinter der Bergkette aufsteigt, die den Fjord rahmt — kräftige Farben in einem sonst dunklen Himmel. Vorher fehlt noch ein Pflichttermin: das Eisbären-Sicherheitsbriefing, damit eine Begegnung zwischen Bär und Mensch, wie das Logbuch es formuliert, für beide Seiten angenehm bleibt.

Dann geht es an Land in Alluitsoq, das früher Lichtenau hieß. Der Name stammt von der Herrnhuter Brüdergemeine, einer protestantischen Glaubensgemeinschaft aus der Oberlausitz, die im 18. Jahrhundert Missionsstationen in Grönland betrieb. Heute steht der Ort leer: ein geschützter Naturhafen am Fuß eines auffallend grünen Hangs, auf dem Gebäude in unterschiedlichen Stadien des Verfalls verstreut liegen.

Wenige Kilometer entfernt liegt Unnartoq mit seinen heißen Quellen — ein natürliches Warmwasserbecken, gefasst von Steinen, mit einer schlichten Umkleidehütte daneben. Man badet darin, während im Fjord dahinter Eisberge treiben.

Tag 3 — Eine Kirche, die das Meer sich zurückholt

Donnerstag, 4. September · Herjolfsnes und Prins Christian Sund
59°46,1′ N / 045°33,4′ W
Wind W 6 · See mäßig · klar · +4 °C

Nach einer raueren Nacht auf See erwacht das Schiff im Schutz eines Fjords, während draußen an der offenen Küste die Schaumkronen stehen. An Land liegen die Ruinen von Herjolfsnes, heute Ikigait — eine nordische Siedlung, gegründet im späten 10. Jahrhundert von Herjolf Bardsson und rund fünfhundert Jahre lang bewohnt.

Am besten erhalten sind die Reste der Kirche und des Friedhofs. Beide verschwinden allmählich: Die Westküste erodiert, und das Meer trägt Stück für Stück einen Ort ab, an dem Menschen ein halbes Jahrtausend lang lebten. Wer genau hinsieht, erkennt außerdem die Spuren der Langhäuser im Boden.

Fünfhundert Jahre Siedlungsgeschichte, und die Brandung nimmt sie sich Meter für Meter zurück.

Tag 4 — Durch die gefrorene Galerie

Freitag, 5. September · Napasorsuaq
60°52,1′ N / 042°27,5′ W
Wind N 2 · See leicht bewegt · bedeckt · +6 °C

Ein Tag, der dem Eis gehört. Am Morgen fahren die Zodiacs durch den Napasorsuaq-Fjord zwischen turmhohen Eisbergen hindurch, die der nahe Gletscher abgeworfen hat. Das Logbuch vergleicht es mit dem Gleiten durch eine gefrorene Galerie — jeder Eisberg einzigartig in Form, Farbe und Struktur.

Das Licht wandert über die Oberflächen und holt Blau- und Weißtöne hervor, die von innen zu leuchten scheinen. Am Nachmittag folgt eine kurze Anlandung, damit alle die Beine vertreten können.

Tag 5 — Wenn Wale den Plan ändern

Samstag, 6. September · Timmiarmiit Ø
62°14,3′ N / 041°20,1′ W
Wind E 1 · See leicht bewegt · klar · +5 °C

Die Sonne steigt über die gezackte Bergkette östlich des Skjoldungen-Fjordsystems, die See liegt spiegelglatt und tiefblau unter klarem Himmel. Das dichte Eis, das eine Woche zuvor den Zugang zum Landeplatz fast versperrt hatte, ist verschwunden — Wind und Strömung haben es tiefer in die Fjorde gedrückt. Ideale Bedingungen für eine Anlandung auf Timmiarmiit Ø, dessen Name übersetzt „wo es Vögel gibt" bedeutet.

Dann tauchen mehrere Buckelwale auf, nah und fern vom Schiff. Plan A wird umgeworfen. Im Logbuch steht der Merksatz dazu: Wenn Wale da sind, zögert man nicht, den Plan zu ändern — man weiß nie, wohin sie als Nächstes ziehen.

Tag 6 — Skjoldungen, benannt nach einer Sagendynastie

Sonntag, 7. September · Qoornoq und Dronning Marie Dal
63°11,6′ N / 041°17,2′ W
Wind W 1 · See glatt · klar · +5 °C

Die Plancius gleitet lautlos in den Skjoldungen-Fjord, der seinen Namen einer legendären nordischen Dynastie verdankt und als verborgenes Kleinod Südostgrönlands gilt. Das Wetter: klarer Himmel, scharfes Sonnenlicht, kein Windhauch. Zu beiden Seiten ragen Berge auf, deren Granitwände im Morgenlicht glühen. Das Logbuch hält fest, dass man das eigene Glück kaum glauben konnte.

Die erste Anlandung erfolgt bei Qoornoq, einem ruhigen Platz zwischen Klippen. Die Gruppen teilen sich; die Langstreckenwanderer ziehen an einer alten Moräne vorbei bis an die Zunge eines Gletschers — dorthin, wo das Eis endet und das Schmelzwasser beginnt.

Tag 7 — Nansen Bugt und der Blick auf das Inlandeis

Montag, 8. September · Nansen Bugt
63°25,6′ N / 040°13,5′ W
Wind N 3 · See glatt · bewölkt · +5 °C

Der Sonnenaufgang war schlicht großartig, notiert das Logbuch — kein Wunder, dass ungewöhnlich viele Gäste bereits auf den Außendecks standen, als das Morgenlicht über Berge, Eisberge und stilles Wasser lief.

Die weite Bucht mit Blick auf das grönländische Inlandeis ist das Ziel des ganzen Tages; das Schiff bleibt bis zum frühen Abend. Nach dem Frühstück geht es warm eingepackt in die Zodiacs. Und das Logbuch fügt hinzu: Selbst ohne jede Tiersichtung wäre man vollauf zufrieden gewesen, allein mit der Fahrt vor einem der großen Gletscher, die von der Eiskappe herab ins Meer kalben.

Tag 8 — Tasiilaq, „wie ein See"

Dienstag, 9. September · Tasiilaq
64°50,2′ N / 038°50,4′ W
Wind NE 6 · See leicht bewegt · bedeckt · +4 °C

Der letzte Landgang führt in den größten Ort an Grönlands Ostküste. Das Schiff läuft in eine Bucht ein, deren Wasser so ruhig liegt, dass sie ihren Namen erklärt: Tasiilaq bedeutet „wie ein See". Um halb neun setzen die Zodiacs über, am Steg empfängt Pippa die Gäste.

Im örtlichen Museum lässt sich die Geschichte des Ortes nachlesen; ausgestellt sind traditionelle Jagdgeräte, darunter Narwal- und Walrosszähne. Daneben gibt es einen kleinen Souvenirladen mit Postkarten. Es ist der Kontrast, der diese Reise ausmacht: nordische Ruinen am Anfang, eine lebendige Inuit-Gemeinde am Ende.

Tag 9 — Drei Walarten an einem Vormittag

Mittwoch, 10. September · Dänemarkstraße
65°05,9′ N / 033°06,9′ W
Wind NW 4 · See glatt · bedeckt · +7 °C

Der zweite Seetag beginnt im gleichmäßigen Rhythmus der Dänemarkstraße, jener breiten Meerenge zwischen Grönland und Island, bekannt für tiefes Wasser und unberechenbares Wetter. Kaum treten die Gäste nach dem Frühstück an Deck, stehen Blaswolken über dem ganzen Horizont. Das Logbuch schreibt, es sei gewesen, als wäre der Ozean selbst lebendig geworden.

Pottwale tauchen in ihrem bedächtigen Rhythmus auf, erkennbar am schräg nach vorn gerichteten Blas. Finnwale, die zweitgrößten Tiere der Erde, ziehen wie stille Riesen vorbei. Buckelwale zeigen ihre gewölbten Rücken und beim Abtauchen die Fluke.

Tag 10 — Keflavík

Donnerstag, 11. September · Keflavík, Island
64°17,7′ N / 023°33,7′ W
Wind NE 7 · See mäßig · bedeckt · +13 °C

Ein letztes Mal die inzwischen vertraute Stimme von Pippa über die Bordlautsprecher — eine Stimme, die in neun Tagen zum beruhigenden Teil des Alltags geworden war. Vor den Kabinen stehen die Taschen bereit. Beim Frühstück ist die Stimmung leise, mit langen Blicken aus dem Fenster; niemand scheint bereit, die Reise enden zu lassen.

Was diese Route von anderen Grönland-Reisen unterscheidet

Zwischen dem kältesten und dem wärmsten Messwert dieser zehn Tage liegen zehn Grad: drei bei der Einschiffung in Narsarsuaq, dreizehn bei der Ankunft in Island. Südgrönland liegt auf etwa 60 Grad Nord, auf der Höhe von Oslo — deutlich südlicher als Spitzbergen oder der Scoresbysund, und entsprechend grüner.

Vor allem aber ist es die einzige Region Grönlands, in der man auf europäische Siedlungsgeschichte trifft: den Hof Eriks des Roten, eine Kirchenruine aus dem 10. Jahrhundert, die das Meer abträgt, und eine Missionsstation mit deutschem Namen. Dazwischen heiße Quellen, Gletscherzungen und drei Walarten an einem einzigen Vormittag.

Man badet in einer heißen Quelle, während im Fjord dahinter Eisberge treiben. Das gibt es nur hier.

Häufige Fragen zu einer Südgrönland-Reise

Was ist der Unterschied zwischen Südgrönland und Ostgrönland?

Südgrönland ist grüner, milder und geschichtlich geprägt: Wiesen zwischen den Fjorden, Schafzucht, heiße Quellen und die Ruinen der nordischen Siedlungen aus dem 10. Jahrhundert. Ostgrönland um den Scoresbysund ist kaum besiedelt, arktischer und landschaftlich extremer, mit größeren Fjordsystemen und näher am Packeis. Die hier ausgewertete Reise verbindet beides — sie beginnt bei den Wikingerruinen im Süden und arbeitet sich die Ostküste hinauf bis Tasiilaq.

Kann man in Südgrönland die Wikingersiedlungen besuchen?

Ja, sie gehören zum festen Programm. Diese Reise führte nach Qassiarsuk — in den Sagas Brattahlíð, der Hof von Erik dem Roten, von dem aus sein Sohn Leif Eriksson nach Nordamerika aufbrach — sowie nach Herjolfsnes, heute Ikigait, gegründet im späten 10. Jahrhundert von Herjolf Bardsson und rund fünfhundert Jahre bewohnt. Erhalten sind vor allem die Reste von Kirche und Friedhof, die allerdings von der Meereserosion abgetragen werden.

Gibt es in Grönland wirklich heiße Quellen?

Ja, und sie sind badbar. Bei Unnartoq im Süden liegt ein natürliches Warmwasserbecken mit Umkleidemöglichkeit, gefasst von Steinen und umgeben von Wiesen — während im Fjord dahinter Eisberge treiben. Der Kontrast gehört zu den ungewöhnlichsten Erlebnissen einer Grönlandreise und unterscheidet Südgrönland deutlich von den arktischen Revieren weiter nördlich.

Wie warm ist es in Südgrönland im September?

Milder als erwartet. Die Logbuchwerte lagen zwischen drei Grad in Narsarsuaq am Anreisetag und dreizehn Grad bei der Ankunft in Island; an den Expeditionstagen zeigte das Thermometer meist vier bis sechs Grad. Südgrönland liegt auf etwa 60 Grad Nord und damit auf der Höhe von Oslo oder Sankt Petersburg — deutlich südlicher als Spitzbergen oder der Scoresbysund.

Welche Wale sieht man in Südgrönland?

Das Logbuch verzeichnet drei Arten an einem einzigen Vormittag auf der Dänemarkstraße: Pottwale, erkennbar am schräg nach vorn gerichteten Blas, Finnwale als zweitgrößte Tiere der Erde und Buckelwale, die beim Abtauchen ihre Fluke zeigen. Zuvor hatten Buckelwale bereits vor Timmiarmiit Ø das Tagesprogramm geändert — die Expeditionsleitung entschied, statt der geplanten Anlandung den Walen zu folgen.

Wo beginnt und endet eine Südgrönland-Reise?

Diese Reise begann in Narsarsuaq im Süden und endete zehn Tage später in Keflavík auf Island — eine Einwegreise über zwei Länder. Narsarsuaq hat einen Flughafen, erreichbar über Kopenhagen oder Reykjavík. Andere Routen desselben Reviers verlaufen umgekehrt oder enden in Nuuk. Bei der Buchung lohnt der Blick darauf, weil An- und Abreise entsprechend geplant werden müssen.

Gibt es deutschsprachige Reisen nach Südgrönland?

Ja. Die MS Cape Race fährt zwei Routen in diesem Revier und ist durchgehend deutschsprachig unterwegs — Schiffsführung, Expeditionsleitung und Bordsprache. Für eine Region, deren Reiz stark an Geschichte und Erklärung hängt, macht das einen spürbaren Unterschied. Die übrigen Schiffe fahren auf Englisch, teils mit deutschsprachiger Begleitung.

Was kostet eine Reise nach Südgrönland?

Die Preise beginnen bei rund 9.350 Euro pro Person für elf Tage mit der MS Cape Race und reichen bis etwa 15.200 Euro für fünfzehntägige Reisen mit Komfortschiffen wie Ocean Explorer oder Ultramarine. Die achtzehntägige Cape-Race-Expedition liegt bei rund 14.000 Euro. Südgrönland ist damit teurer als vergleichbare Spitzbergen-Reisen — das Revier ist abgelegener und die Saison kürzer.

Alle Angaben stammen aus dem Bordlogbuch der MS Plancius, 2. bis 11. September 2025, Narsarsuaq–Keflavík, geführt von der Expeditionsleitung. Positionen, Wetterdaten, Namen und Sichtungen sind unverändert übernommen; ergänzt wurden ausschließlich Erläuterungen zu historischen und geografischen Begriffen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Südgrönland und Ostgrönland?

Südgrönland ist grüner, milder und geschichtlich geprägt: Wiesen zwischen den Fjorden, Schafzucht, heiße Quellen und die Ruinen der nordischen Siedlungen aus dem 10. Jahrhundert. Ostgrönland um den Scoresbysund ist kaum besiedelt, arktischer und landschaftlich extremer, mit größeren Fjordsystemen und näher am Packeis. Die hier ausgewertete Reise verbindet beides — sie beginnt bei den Wikingerruinen im Süden und arbeitet sich die Ostküste hinauf bis Tasiilaq.

Kann man in Südgrönland die Wikingersiedlungen besuchen?

Ja, sie gehören zum festen Programm. Diese Reise führte nach Qassiarsuk — in den Sagas Brattahlíð, der Hof von Erik dem Roten, von dem aus sein Sohn Leif Eriksson nach Nordamerika aufbrach — sowie nach Herjolfsnes, heute Ikigait, gegründet im späten 10. Jahrhundert von Herjolf Bardsson und rund fünfhundert Jahre bewohnt. Erhalten sind vor allem die Reste von Kirche und Friedhof, die allerdings von der Meereserosion abgetragen werden.

Gibt es in Grönland wirklich heiße Quellen?

Ja, und sie sind badbar. Bei Unnartoq im Süden liegt ein natürliches Warmwasserbecken mit Umkleidemöglichkeit, gefasst von Steinen und umgeben von Wiesen — während im Fjord dahinter Eisberge treiben. Der Kontrast gehört zu den ungewöhnlichsten Erlebnissen einer Grönlandreise und unterscheidet Südgrönland deutlich von den arktischen Revieren weiter nördlich.

Wie warm ist es in Südgrönland im September?

Milder als erwartet. Die Logbuchwerte lagen zwischen drei Grad in Narsarsuaq am Anreisetag und dreizehn Grad bei der Ankunft in Island; an den Expeditionstagen zeigte das Thermometer meist vier bis sechs Grad. Südgrönland liegt auf etwa 60 Grad Nord und damit auf der Höhe von Oslo oder Sankt Petersburg — deutlich südlicher als Spitzbergen oder der Scoresbysund.

Welche Wale sieht man in Südgrönland?

Das Logbuch verzeichnet drei Arten an einem einzigen Vormittag auf der Dänemarkstraße: Pottwale, erkennbar am schräg nach vorn gerichteten Blas, Finnwale als zweitgrößte Tiere der Erde und Buckelwale, die beim Abtauchen ihre Fluke zeigen. Zuvor hatten Buckelwale bereits vor Timmiarmiit Ø das Tagesprogramm geändert — die Expeditionsleitung entschied, statt der geplanten Anlandung den Walen zu folgen.

Wo beginnt und endet eine Südgrönland-Reise?

Diese Reise begann in Narsarsuaq im Süden und endete zehn Tage später in Keflavík auf Island — eine Einwegreise über zwei Länder. Narsarsuaq hat einen Flughafen, erreichbar über Kopenhagen oder Reykjavík. Andere Routen desselben Reviers verlaufen umgekehrt oder enden in Nuuk. Bei der Buchung lohnt der Blick darauf, weil An- und Abreise entsprechend geplant werden müssen.

Gibt es deutschsprachige Reisen nach Südgrönland?

Ja. Die MS Cape Race fährt zwei Routen in diesem Revier und ist durchgehend deutschsprachig unterwegs — Schiffsführung, Expeditionsleitung und Bordsprache. Für eine Region, deren Reiz stark an Geschichte und Erklärung hängt, macht das einen spürbaren Unterschied. Die übrigen Schiffe fahren auf Englisch, teils mit deutschsprachiger Begleitung.

Was kostet eine Reise nach Südgrönland?

Die Preise beginnen bei rund 9.350 Euro pro Person für elf Tage mit der MS Cape Race und reichen bis etwa 15.200 Euro für fünfzehntägige Reisen mit Komfortschiffen wie Ocean Explorer oder Ultramarine. Die achtzehntägige Cape-Race-Expedition liegt bei rund 14.000 Euro. Südgrönland ist damit teurer als vergleichbare Spitzbergen-Reisen — das Revier ist abgelegener und die Saison kürzer.


Von der Leguan-Redaktion

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