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Aus den Logbüchern

Von Spitzbergen nach Ostgrönland: vierzehn Tage im Logbuch

13. August 2026 · von Leguan Reisen
Von Spitzbergen nach Ostgrönland: vierzehn Tage im Logbuch

Es gibt Reisen, die zwei Welten verbinden, die sonst getrennt gebucht werden. Diese beginnt auf Spitzbergen, überquert das Europäische Nordmeer und endet vierzehn Tage später in Island. Dazwischen liegt der größte Nationalpark der Erde.

Dies ist das Bordlogbuch der MS Hondius vom Spätsommer 2025, Tag für Tag. Wir haben nichts hinzugefügt und nichts geglättet.

Tag 1 — Longyearbyen: zwanzig Paletten für vierzehn Tage

Samstag, 23. August · Longyearbyen
78°13,3′ N / 015°38,8′ E
Wind SW 3 · See ruhig · bedeckt · +6 °C

Der Tag beginnt mit ungewöhnlich freundlichem Wetter für die Jahreszeit — klarer Himmel, kaum Wind, sechs Grad. Während die Gäste an Bord kommen, arbeitet die Besatzung an etwas, das sonst niemand sieht: Zwanzig Paletten Vorräte gehen über die Gangway. Für zwei Wochen in einer Region ohne Hafen, ohne Nachschub und ohne zweite Chance muss alles an Bord sein, bevor die Leinen fallen.

Tag 2 — Ny-Ålesund, wo das Schiff sein WLAN abschaltet

Sonntag, 24. August · Ny-Ålesund und Ny London
78°55,5′ N / 011°55,3′ E
Wind SE 3 · See ruhig · bedeckt · +6 °C

Der nördlichste dauerhaft bewohnte Ort der Erde besteht aus einer Handvoll bunter Häuser. Am Morgen liegt leichter Nebel über der Landschaft, und der Fjord ist so still, dass er die Gipfel spiegelt. Das Logbuch beschreibt den Ort als beinahe surreal — klein, aber mit einem schweren Sinn für Zweck.

Denn Ny-Ålesund ist kein Dorf, sondern eine internationale Forschungsstation. Wissenschaftler aus mehreren Ländern vermessen hier Atmosphäre, Klima und Gletscher. Und deshalb gilt an diesem Tag eine Regel, die man auf keinem anderen Schiff findet: WLAN und Bluetooth werden vom Morgen bis etwa neun Uhr abends vollständig abgeschaltet. Funksignale würden die empfindlichen Messgeräte stören.

Ein Expeditionsschiff, das seine Verbindung kappt, um der Forschung nicht in die Quere zu kommen.

Tag 3 — Ein Tag ohne Land, bei null Grad

Montag, 25. August · Europäisches Nordmeer
77°23,3′ N / 001°00,7′ W
Wind SSW 1 · See glatt · bedeckt · 0 °C

Das Schiff verlässt die Fjorde Spitzbergens — im Logbuch steht das Bild eines silbernen Pflugs, der durch die dunkle Seide des Arktischen Ozeans schneidet. Draußen nichts als ein grau-blauer Horizont. Null Grad, der kälteste Wert der ganzen Reise.

Solche Tage gehören dazu, und an Bord füllt man sie: Juan hält um Viertel nach neun einen Vortrag über Polarfotografie und erzählt vorher, wie er selbst zum Polarfotografen wurde. Später spricht Rose über die Andrée-Ballonexpedition zum Nordpol — auf Mandarin, während Josh denselben Vortrag zeitgleich auf Englisch hält.

Tag 4 — Weckruf um Viertel vor sechs

Dienstag, 26. August · Annäherung an Grönland
76°02,8′ N / 016°38,7′ W
Wind SW 5 · See glatt · sonnig · +7 °C

Um 5:45 Uhr kommt die Durchsage — nicht für einen Landgang, sondern für einen Sonnenaufgang. Die Hondius liegt zu diesem Zeitpunkt mitten im Packeis. Als die ersten goldenen Strahlen den Horizont durchstoßen, glitzert das Eis, so das Logbuch, wie verstreute Diamanten. Es nennt den Morgen friedlich und meditativ.

Den Rest des Tages fährt das Schiff an der Eiskante entlang, während die Expeditionsleitung mit den Gästen auf den Außendecks und der Brücke nach Tieren Ausschau hält. Voraus liegt der Nationalpark.

Tag 5 — Halb vier Uhr morgens, Clavering Ø

Mittwoch, 27. August · Clavering Ø
74°06,8′ N / 020°52,2′ W
Wind SW 2 · See ruhig · bewölkt · +11 °C

Wieder ein Weckruf zum Sonnenaufgang, diesmal um 3:30 Uhr. Trotz der Stunde stehen die Gäste an Deck, während sich das Licht langsam über die grönländische Landschaft schiebt und den Himmel in weiches Gold und Rosa taucht.

Elf Grad und windstill — das Logbuch nennt es einen perfekten Wettertag in einer Region, in der die Bedingungen sonst schnell umschlagen. Hier beginnt der Nordost-Grönland-Nationalpark: knapp eine Million Quadratkilometer, größer als Deutschland und Frankreich zusammen, ohne dauerhafte Bewohner. Er hat keinen Eingang. Er beginnt dort, wo ein Schiff anlandet.

Tag 6 — Die Blumenbucht im Herbstkleid

Donnerstag, 28. August · Blomsterbugten und Renbugten
73°19,6′ N / 025°17,6′ W
Wind NW 1 · See ruhig · bewölkt · +10 °C

Blomsterbugten heißt auf Altnorwegisch Blumenbucht. Wann sie den Namen bekam, weiß niemand genau, aber im Sommer trägt sie ihn zu Recht. Ende August ist die Blüte vorbei — und das Land trotzdem voller Farbe: das Goldgelb der Arktischen Weiden, das tiefe Rot von Bärentraube und Zwergbirke.

Blauer Himmel, keine Wolke, zehn Grad. An Land finden die Gruppen eine alte Trapperhütte, wie es in diesem Teil Grönlands mehrere gibt — Überbleibsel der Zeit, als Fallensteller hier überwinterten. Die lange Gruppe geht fünf Stunden, die mittlere dreieinhalb, die kurze zweieinhalb.

Tag 7 — Vierzehn Grad und ein aufgeschlagenes Lehrbuch

Freitag, 29. August · Segelsällskapets Fjord und Alpefjord
72°25,6′ N / 024°33,1′ W
Wind WSW 1 · See ruhig · sonnig · +14 °C

Der wärmste Tag der Reise, und das im Nordosten Grönlands. Im Morgengrauen ankert das Schiff im Segelsällskapets Fjord, und das Wasser liegt laut Logbuch so ruhig wie eine ausgedehnte, bleigraue Glasplatte, in der sich die steilen Berge spiegeln.

Der Landeplatz bei Skipperdal ist unter Geologen bekannt. Schwarzer Basalt und weißer Granit liegen dort in deutlich abgesetzten Schichten ineinander verschränkt — die Erdgeschichte offen wie ein aufgeschlagenes Lehrbuch, direkt unter den Schuhen. Drei Wandergruppen gehen nacheinander an Land.

Tag 8 — Nebel im Carlsbergfjord

Samstag, 30. August · Carlsbergfjord
71°25,6′ N / 022°26,1′ W
Wind NE 1 · See glatt · Nebel · +6 °C

Eine dichte Nebeldecke liegt über dem Fjord und weicht die Berge auf. Die Anlandung wird trotzdem gefahren: Die Zodiacs nehmen eine lange Strecke durch den Dunst zur Küste, die sich nur langsam preisgibt. Gedämpfte Herbstfarben in Braun, Gold und Grau laufen im Nebel ineinander.

Im Logbuch steht dazu ein Satz, den man sich merkt: Es fühlte sich an, als träte man in ein Gemälde. Am Nachmittag fährt das Schiff die Küste von Liverpool Land entlang nach Süden, in Richtung Scoresbysund.

Tag 10 — Moschusochsen vom Zodiac aus

Montag, 1. September · Harefjord und Rypefjord
70°55,2′ N / 027°35,4′ W
Wind NNW · See ruhig · sonnig · +7 °C

Harefjord ist der innerste Arm des Scoresbysunds, am weitesten westlich und damit am nächsten am grönländischen Inlandeis. Die Hänge fallen steil ab; wo sich Tundra hält, leben Moschusochsen und Schneehasen.

Bei der morgendlichen Zodiac-Fahrt durch eistreibendes Wasser sichtet die Gruppe eine kleine Herde Moschusochsen beim Grasen — im Logbuch als seltene und aufregende Begegnung vermerkt, beobachtet aus respektvollem Abstand, ohne die Tiere zu stören. Sie sehen aus, als hätten sie die letzte Eiszeit nicht mitbekommen.

Tag 12 — Der letzte Landgang, und die Melancholie dazu

Mittwoch, 3. September · Hurry Inlet und Ittoqqortoormiit
70°37,2′ N / 022°27,7′ W
Wind NW 6 · See leicht bewegt · bedeckt · +6,5 °C

Bordlogbücher sind selten sentimental. Dieses hier schon: Wie seltsam und traurig es sich anfühle, dass der letzte Tag der Außenaktivitäten gekommen sei. Und die grönländische Natur, heißt es weiter, schien ebenfalls nicht in Stimmung — tiefe Wolken über der Tundra, böiger Wind auf dem Fjord, immer wieder feiner Nieselregen, der alle die Kapuzen aufziehen ließ.

Manche entscheiden sich, ein letztes Mal die lange Wanderung zu gehen, um sich ordentlich müde zu laufen. Andere wählen die kürzere Runde. Ittoqqortoormiit, der Ort am Ausgang des Fjordsystems, ist die einzige dauerhafte Siedlung an Grönlands gesamter Ostküste: rund 350 Einwohner, gegründet 1925, über 500 Kilometer bis zum nächsten bewohnten Ort.

Tag 13 — Dreizehn Knoten über die Dänemarkstraße

Donnerstag, 4. September · Dänemarkstraße
67°59,7′ N / 019°40,8′ W
Wind NNE · See mäßig · bedeckt · +4 °C

Die Hondius läuft mit stetigen dreizehn Knoten nach Süden über die Meerenge, die Ostgrönland von Island trennt. Einige Gäste haben mit Seekrankheit zu tun, die meisten sind normal auf den Beinen. Nach einem gemächlichen Frühstück erzählt Koen von seiner Zeit als Walbeobachtungs-Guide, zuerst in Island, später in Tonga.

Tag 14 — Akureyri

Freitag, 5. September · Akureyri, Island
65°41,1′ N / 018°06,1′ W
Wind NE 2 · See ruhig · Regen · +9 °C

Der Weckruf kommt um 7:15 Uhr, doch viele sind längst wach, packen still und sehen ein letztes Mal aus dem Kabinenfenster. Das Schiff liegt in Akureyri. Beim letzten gemeinsamen Frühstück ist die Stimmung ruhig und nachdenklich; man erzählt Geschichten, lacht leise und bleibt etwas länger beim Kaffee sitzen als sonst.

Was diese Route besonders macht

Zwischen dem kältesten und dem wärmsten Messwert dieser vierzehn Tage liegen vierzehn Grad: null auf dem Seetag zwischen Spitzbergen und Grönland, vierzehn bei Sonnenschein im Segelsällskapets Fjord. Wer nur eine Zahl über das arktische Klima im Kopf hat, liegt fast immer falsch.

Vor allem aber verbindet die Fahrt zwei Regionen, die man sonst einzeln bucht — und sie führt durch einen Nationalpark, den im Jahr nur wenige hundert Menschen betreten. Er hat keine Zufahrt, keine Ranger-Station, keinen Eingang. Er beginnt dort, wo ein Zodiac auf Grund läuft.

Zwei Weckrufe vor vier und vor sechs Uhr morgens, beide für einen Sonnenaufgang. Auf dieser Route lohnt sich das.

Häufige Fragen zu dieser Route

Wie kommt man von Spitzbergen nach Ostgrönland?

Per Expeditionsschiff; die Überfahrt dauert rund zwei Tage. Die hier ausgewertete Reise der MS Hondius startete in Longyearbyen auf 78°13,3′ Nord, besuchte Ny-Ålesund und querte anschließend das Europäische Nordmeer bis an die grönländische Eiskante auf etwa 76° Nord. Die Route wird ausschließlich als Einwegreise gefahren und endet in Island, meist in Akureyri. Eine Fähr- oder Flugverbindung zwischen Spitzbergen und Ostgrönland gibt es nicht.

Wie lange dauert eine Spitzbergen-Ostgrönland-Reise?

Zwischen vierzehn und zwanzig Tagen. Die MS Hondius fuhr die hier beschriebene Route in vierzehn Tagen vom 23. August bis 5. September 2025. Davon entfielen zwei Tage auf die Überfahrt nach Grönland und einer auf die Rückfahrt über die Dänemarkstraße; die übrigen verteilten sich auf Spitzbergen, den Nordost-Grönland-Nationalpark und den Scoresbysund. Der Segler Rembrandt van Rijn fährt die Strecke in zwanzig Tagen.

Was ist der Nordost-Grönland-Nationalpark?

Mit knapp einer Million Quadratkilometern der größte Nationalpark der Erde, größer als Deutschland und Frankreich zusammen und ohne dauerhafte Bewohner. Er hat keine Zufahrt und keinen Eingang — er beginnt dort, wo ein Schiff anlandet. Auf dieser Reise führten die Anlandungen nach Clavering Ø, Blomsterbugten, Renbugten, in den Segelsällskapets Fjord mit dem Alpefjord und in den Carlsbergfjord. Zugang haben ausschließlich genehmigte Expeditionen.

Wie warm ist es auf dieser Route?

Die Spanne überrascht die meisten: null Grad auf dem Seetag zwischen Spitzbergen und Grönland als kältester Wert, vierzehn Grad bei Sonnenschein im Segelsällskapets Fjord als wärmster. An den Landgangstagen im Nationalpark lagen die Werte meist zwischen sechs und elf Grad, im Scoresbysund zwischen vier und neun. Entscheidend bleibt der Wind — am letzten Landgangstag zeigte das Thermometer 6,5 Grad bei Windstärke sechs und Nieselregen.

Warum wird in Ny-Ålesund das WLAN abgeschaltet?

Weil Funksignale die wissenschaftlichen Messgeräte stören. Ny-Ålesund auf 78°55,5′ Nord ist die nördlichste dauerhafte Siedlung der Welt und beherbergt Forschungseinrichtungen mehrerer Länder, die Atmosphäre, Klima und Gletscher vermessen. Auf dieser Reise wurden WLAN und Bluetooth an Bord vom Morgen bis etwa 21 Uhr abgeschaltet, und die Gäste wurden gebeten, alle sendenden Geräte auszuschalten.

Welche Tiere sieht man unterwegs?

Das Logbuch nennt eine Gruppe Moschusochsen, die vom Zodiac aus bei Harefjord auf der Tundra beobachtet wurde. In dieser Region kommen außerdem Polarfüchse, Schneehasen und Eisbären vor, dazu Robben und Wale auf See. Die Wildtierdichte in Ostgrönland ist geringer als in Spitzbergen — dafür bewegt man sich durch eine ungleich größere und menschenleerere Landschaft.

Wann ist die beste Reisezeit für diese Route?

August ist der klare Schwerpunkt: In unserem Programm liegen dort siebzehn von vierunddreißig Abfahrten, dazu zwei im Mai, fünf im Juni, sieben im Juli und drei im September. Sachlich ist der Spätsommer auch die richtige Wahl, weil die Eiskante vor Nordostgrönland dann am weitesten zurückgewichen und der Nationalpark erreichbar ist. Ende August beginnt zudem die Herbstfärbung der Tundra.

Was kostet eine Reise von Spitzbergen nach Ostgrönland?

Die Preise beginnen bei rund 6.800 Euro pro Person und reichen bis über 33.000 Euro. Die vierzehntägigen Fahrten mit MS Hondius und MS Plancius liegen zwischen etwa 7.200 und 8.150 Euro, die zwanzigtägige Segelreise mit der Rembrandt van Rijn bei 8.700 bis 9.100 Euro. Zu bedenken ist, dass die Route als Einwegreise gefahren wird — Anreise und Abreise erfolgen über zwei verschiedene Länder.

Alle Angaben stammen aus dem Bordlogbuch der MS Hondius, 23. August bis 5. September 2025, Longyearbyen–Akureyri, geführt von der Expeditionsleitung. Positionen, Wetterdaten, Namen und Sichtungen sind unverändert übernommen; ergänzt wurden ausschließlich Erläuterungen zu Fachbegriffen.

Häufige Fragen

Wie kommt man von Spitzbergen nach Ostgrönland?

Per Expeditionsschiff; die Überfahrt dauert rund zwei Tage. Die hier ausgewertete Reise der MS Hondius startete in Longyearbyen auf 78°13,3′ Nord, besuchte Ny-Ålesund und querte anschließend das Europäische Nordmeer bis an die grönländische Eiskante auf etwa 76° Nord. Die Route wird ausschließlich als Einwegreise gefahren und endet in Island, meist in Akureyri. Eine Fähr- oder Flugverbindung zwischen Spitzbergen und Ostgrönland gibt es nicht.

Wie lange dauert eine Spitzbergen-Ostgrönland-Reise?

Zwischen vierzehn und zwanzig Tagen. Die MS Hondius fuhr die hier beschriebene Route in vierzehn Tagen vom 23. August bis 5. September 2025. Davon entfielen zwei Tage auf die Überfahrt nach Grönland und einer auf die Rückfahrt über die Dänemarkstraße; die übrigen verteilten sich auf Spitzbergen, den Nordost-Grönland-Nationalpark und den Scoresbysund. Der Segler Rembrandt van Rijn fährt die Strecke in zwanzig Tagen.

Was ist der Nordost-Grönland-Nationalpark?

Mit knapp einer Million Quadratkilometern der größte Nationalpark der Erde, größer als Deutschland und Frankreich zusammen und ohne dauerhafte Bewohner. Er hat keine Zufahrt und keinen Eingang — er beginnt dort, wo ein Schiff anlandet. Auf dieser Reise führten die Anlandungen nach Clavering Ø, Blomsterbugten, Renbugten, in den Segelsällskapets Fjord mit dem Alpefjord und in den Carlsbergfjord. Zugang haben ausschließlich genehmigte Expeditionen.

Wie warm ist es auf dieser Route?

Die Spanne überrascht die meisten: null Grad auf dem Seetag zwischen Spitzbergen und Grönland als kältester Wert, vierzehn Grad bei Sonnenschein im Segelsällskapets Fjord als wärmster. An den Landgangstagen im Nationalpark lagen die Werte meist zwischen sechs und elf Grad, im Scoresbysund zwischen vier und neun. Entscheidend bleibt der Wind — am letzten Landgangstag zeigte das Thermometer 6,5 Grad bei Windstärke sechs und Nieselregen.

Warum wird in Ny-Ålesund das WLAN abgeschaltet?

Weil Funksignale die wissenschaftlichen Messgeräte stören. Ny-Ålesund auf 78°55,5′ Nord ist die nördlichste dauerhafte Siedlung der Welt und beherbergt Forschungseinrichtungen mehrerer Länder, die Atmosphäre, Klima und Gletscher vermessen. Auf dieser Reise wurden WLAN und Bluetooth an Bord vom Morgen bis etwa 21 Uhr abgeschaltet, und die Gäste wurden gebeten, alle sendenden Geräte auszuschalten.

Welche Tiere sieht man unterwegs?

Das Logbuch nennt eine Gruppe Moschusochsen, die vom Zodiac aus bei Harefjord auf der Tundra beobachtet wurde. In dieser Region kommen außerdem Polarfüchse, Schneehasen und Eisbären vor, dazu Robben und Wale auf See. Die Wildtierdichte in Ostgrönland ist geringer als in Spitzbergen — dafür bewegt man sich durch eine ungleich größere und menschenleerere Landschaft.

Wann ist die beste Reisezeit für diese Route?

August ist der klare Schwerpunkt: In unserem Programm liegen dort siebzehn von vierunddreißig Abfahrten, dazu zwei im Mai, fünf im Juni, sieben im Juli und drei im September. Sachlich ist der Spätsommer auch die richtige Wahl, weil die Eiskante vor Nordostgrönland dann am weitesten zurückgewichen und der Nationalpark erreichbar ist. Ende August beginnt zudem die Herbstfärbung der Tundra.

Was kostet eine Reise von Spitzbergen nach Ostgrönland?

Die Preise beginnen bei rund 6.800 Euro pro Person und reichen bis über 33.000 Euro. Die vierzehntägigen Fahrten mit MS Hondius und MS Plancius liegen zwischen etwa 7.200 und 8.150 Euro, die zwanzigtägige Segelreise mit der Rembrandt van Rijn bei 8.700 bis 9.100 Euro. Zu bedenken ist, dass die Route als Einwegreise gefahren wird — Anreise und Abreise erfolgen über zwei verschiedene Länder.


Von der Leguan-Redaktion

Wo Sie diese Route mit uns fahren können

Dieses Logbuch beschreibt eine Fahrt von Spitzbergen nach Ostgrönland. Vergleichbare Routen finden Sie hier:

Welche Route zu Ihnen passt, hängt von Reisezeit, Schiffsgröße und Ihrem Schwerpunkt ab. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie persönlich.

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